Nein zur türkis-blauen Bildungspolitik

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22.04.2018 20:31 Alter: 206 days

Demonstration für eine faire Bildungspolitik

Bildungsdemonstration in Bregenz. 300 Personen (vor allem LehrerInnen) demonstrierten gegen die türkis-blaue Bildungspolitik. Michael Schiemer protestierte zu Beginn mit dem Stilmittel des Kabaretts gegen die Bildungspolitik. Redner: Harald Walser (die Grünen), Gabi Sprickler-Falschlunger (SPÖ), Norbert Loacker (ÖGB Chef), Peter Fischer (ARGE Freie Gemeinsame Schule), Willi Witzemann (Chef der Lehrerpersonalvertretung), Gerhard Unterkofler (Pflichtschullehrergewerkschaft) und viele andere. Ein Dank gebührt nicht nur den zahlreichen anwesenden Demonstranten sondern auch PRIM, der Plattform für Reformpädagogische Initiativen & Mehr, die die Veranstalter dieser Demo waren.


Wir brauchen mehr Supportpersonal!

Gerhard Unterkofler, Vorsitzender der FSG-PflichtschullehrerInnengewerkschaft, erwähnte das in Vorarlberg die Pflichtschullehrergewerkschaft über die Parteigrenzen hinweg schon seit 10 Jahren für die Gemeinsame Schule eintreten. Unterkofler kritisierte auch das unterdotierte Bildungsbudget und wiederholte die Forderungen der LehrerInnengewerkschaft: Gemeinsame Schule, unterstützendes Personal (BeratungslehrerInnen, SchulpsychologInnen, SchulsozialarbeiterInnen, Fachpersonal für Integration und Elternarbeit), Wahlfreiheit zwischen Alternativen Leistungsbeurteilung und Ziffernnoten, ZweilehrerInnensystem an den Volksschulen, zusätzliche Ressourcen für Schulen mit besonderen Bedürfnissen und administrativen Entlastung. Pflichtschulgewerkschafter Gerhard Unterkofler warnte davor, die Sprengelregelungen aufzuheben. „Das hat man in Schweden bereits wieder bitter bereut.“

Chaos pur! Das Fass ist voll!

Willi Witzemann (Chef der LehrerInnen-Personalvertretung) ärgerte sich über das Chaos, dass die Regierung verursache, die fehlende Kommunikation, da Minister Faßmann zuerst mit den Medien rede, bevor man die Stakeholder informiere. Für Witzemann ist das Faß voll, er appelliert deshalb an den Präsidenten des Vorarlberger Landesschulrates, Markus Wallner, dieser möge sich endlich in Wien für eine moderne Bildungspolitik und für die Nichteinführung der Deutschförderklassen in kommenden Schuljahr einsetzen.

Seinen ÖVP-Kollegen Wolfgang Türtscher nahm Lehrervertreter Willi Witzemann aufs Korn. „Der redet von einer guten Stimmung unter den LehrerInnen. Ich höre von da vor allem das vorherrschende Chaos heraus. Da sollen Deutschklassen eingeführt werden. Den Lehrplan dazu gibt’s zwei Wochen vor Unterrichtsbeginn.“

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