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11.01.2018 19:09 Alter: 253 days

Kritik an der designierten Schullandesrätin Schöbi-Fink

In einem VN-Interview meinte Frau Schöbi-Fink, dass eine Modellregion "Gemeinsame Schule" nicht unbedingt die Abschaffung der AHS-Unterstufe bedeute. Weiters möchte sie die Mittelschule auf das Gymnasium-Niveau heben. Im ORF erklärte sie außerdem, dass es in einigen Jahren keinen Unterschied mehr mache, in welche Schule man das Kind schicke, da dann die Eltern in beiden Schultypen die besten Voraussetzungen vorfänden. Gerhard Unterkofler (Vors. der Vlbg. LehrerInnengewerkschaft) und Willi Witzemann (Chef der Personalvertretung) haben öffentlich reagiert und möchten Frau Schöbi-Fink mit LeiterInnen und Lehrpersonen zu einem runden Tisch einladen.


Auf die  Aussagen der zukünftigen Schullandesrätin, wonach die Modellregion „Gemeinsame Schule“ nicht unbedingt die Abschaffung der AHS-Unterstufe bedeuten müsse, reagiert der Vorsitzende der Vorarlberger PflichtschullehrerInnengewerkschaft Gerhard Unterkofler überrascht: „Wer für die Modellregion Gemeinsame Schule ist, kann nicht gleichzeitig für den Erhalt der AHS-Unterstufe sein“, sagt Unterkofler. „Wer das tut, weiß nicht, was eine Gemeinsame Schule ist.“

Der LehrerInnengewerkschafter bedauert, dass es nun offensichtlich sei, dass mit dem Wechsel in der Landesregierung auch die Vorarlberger ÖVP den Absprung vom Projekt Gemeinsame Schule eingeläutet habe.

Mittelschulen haben viele Aufgaben zu erfüllen

Überrascht ist auch Willi Witzemann, Vorsitzender der Personalvertretung der PflichtschullehrerInnen. „Die Aussage von Barbara Schöbi-Fink, dass nun das Niveau der Mittelschulen an jenes der AHS-Unterstufe herangeführt werden soll, zeigt, dass die zukünftige Schullandesrätin nur wenig Ahnung von unserer Schulrealität hat.“ 

Die Mittelschulen mit ihren ausgezeichneten Unterrichtsmethoden erreichen mit ihren besten SchülerInnen jetzt schon das Niveau des Gymnasiums. Aber das Gesamtniveau der Mittelschule jenem der AHS-Unterstufe anzugleichen, ist natürlich nicht möglich, denn die MIttelschulen müssen nicht nur die Integration stemmen, sondern auch viele lernschwache Kinder, Migrantenkinder und Flüchtlingskinder unterrichten und erziehen. 

Einladung zum runden Tisch

„Es ist dringend notwendig, dass sich LehrerInnen, LeiterInnen und PersonalvertreterInnen in einem Gespräch Frau Schöbi-Fink mitteilen, was die Vorarlberger Mittelschulen und Volksschulen leisten und was sie dringend notwendig haben“, so Witzemann und Unterkofler unisono. Willi Witzemann will als Vorsitzender der Lehrer-Personalvertretung noch im Februar VertreterInnen der Schulen und Personalvertretung zu einem runden Tisch mit der neuen Schullandesrätin Schöbi-Fink einladen.