Neue Schulnotizen

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< Die neuen Schulnotizen sind da!
21.03.2017 17:56 Alter: 269 days

Autonomie und Clusterschulen

Nach der Durchsicht der Gesetze sieht Gerhard Unterkofler, Vorsitzender der Vorarlberger Pflichtschullehrergewerkschaft, keinen Grund für Euphorie, aber auch nicht für ein Wehklagen. Es steht fest, dass es sich bei dieser Reform hauptsächlich um ein Strukturpaket handelt. Viel wichtiger wäre es gewesen, so der Lehrergewerkschafter, auf die Fragen der Zukunftsfragen in der Bildung mit einen Investitionsplan zu antworten. Unterkofler meint weiter, dass während der Begutachtung allen Bildungsinteressierten mehr Sachlichkeit und weniger Emotionalität gut tun würde." Außerdem: Mehrere Forderungen konnten von der Gewerkschaft während der Verhandlungen ins Gesetz hineinreklamiert werden.


Hier einige Beispiele:

  • Sekretariatskraft im Schulcluster,
  • finanzielle Absicherung von LeiterInnen, die wegen der Clusterbildung ihre Funktion verlieren,
  • Personalvertretung und die Schulkonferenz haben bei der Clusterbildung ein wichtiges Wort mitzureden,
  • Einvernehmen zwischen Schulleitung und Schulforum zum Organisationsplan eines Clusters,
  • Schutz durch Amtshaftung bei medizinischen Tätigkeiten durch Lehrpersonen,
  • für die arbeitsaufwendigen KEL- und Bewertungsgespräche können nun auch die zwei Sprechtage herangezogen werden.

Unterkofler hofft, dass die kommende Begutachtungsfrist die Möglichkeit eröffnen wird, in einem breiten Diskussionsprozess konstruktiv zu diskutieren. Jeder hat nun die Möglichkeit, eine Stellungnahme zu den vorliegenden Gesetzesentwürfen abzugeben. Von Drohungen und Emotiaonalisierung hält Unterkofler wenig. Jetzt ist von allen Beteiligten absolute Sachlichkeit gefragt.

Investitionen in die Bildung wären wichtiger!

Der Vorsitzende der Vorarlberger Pflichtschullehrergewerkschaft weist vor allem darauf hin, dass das vorliegende Autonomie- und Verwaltungspaket unter dem Diktat der Kostenneutralität geschnürt worden sei. "Dieses Paket wird die Lehrpersonen in ihrer Arbeit kaum erreichen. Es fehlen immer noch die notwendigen Ressourcen, damit die Arbeit mit dem Kind auch Früchte trägt", so der Lehrergewerkschafter. "Ohne zusäztliche Ressourcen wird die Reform zu keinen besseren Schülerleistungen und zu keiner Arbeitsentlastung der Lehrpersonen führen."

Für die Zukunftsaufgaben in der Bildung benötigen wir einen Investitionsplan, denn viele berechtigte Forderungen wie Sprachförderung, Inklusion, Erhöhung des Supportpersonals auf OECD-Niveau, ZweilehrerInnensystem in der Volksschule oder mehr Ressourcen für Brennpunktschulen sind ohne zusätzliches Geld nicht möglich.